Schuleingangsphase

Kurzinfo Schuleingangsphase

Zielsetzung

„Zielsetzung der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern […]. In der Schuleingangsphase, die die Klassen 1 und 2 umfasst, lernen demnach Schülerinnen und Schüler mit günstigen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und auch besonderen Begabungen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, deren Schulfähigkeit noch nicht ausreichend ausgeprägt ist. Langsam lernende Schülerinnen und Schüler und solche, die schneller lernen oder besondere Begabungen aufweisen, werden individuell und gezielt gefördert.“ (www.schulministerium.nrw.de)

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, skizzieren wir im Folgenden kurz und knapp die wesentlichen Aspekte der Gestaltung der Schuleingangsphase an der KGS Unter den Eichen.

Unser Leitgedanke ist die bestmögliche individuelle Förderung eines jeden Kindes.

Die gezielte Förderung bereits zu Schulbeginn ist dabei besonders wichtig, getreu dem Motto: Was kann das Kind, was muss es als Nächstes lernen? In diesem Zusammenhang setzen wir verschiedene Instrumente der Diagnostik ein, beobachten die Kinder intensiv in verschiedenen Phasen des Unterrichts und schreiben ihnen auf dieser Grundlage entsprechende Förderpläne. Ein besonderes Augenmerk legen wir auch die Individualisierung der Lernziele und Lernwege der Kinder, oder: Jedes Kind lernt anders, jedes Kind hat andere Lernziele – natürlich unter Berücksichtigung der durch das Land vorgeschriebenen Lehrpläne Grundschule.

Die individuellen Verweilzeiten in der Schuleingangsphase (1-3 Jahre, i.d.R. zwei Jahre) machen es sehr leistungsstarken Kindern möglich, ein Schuljahr zu überspringen (z.B. Mitte erstes Schuljahr in Mitte zweites Schuljahr). Kinder, die grundlegende Lerninhalte noch vertiefen müssen, haben die Möglichkeit, die Schuleingangsphase ein drittes Jahr zu durchlaufen. Dabei wird das dritte Schulbesuchsjahres nicht auf die Schulpflicht angerechnet.

Die Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in die Schule. Viele Kinder kennen schon einzelne Buchstaben und Zahlen, einige wenige können sogar schon erste Wörter schreiben oder auch lesen, manch einer kann hingegen nur auf sehr geringe Vorerfahrungen zurückgreifen.

Neben ihrer Lernbiografie unterscheiden sich die Kinder in ihrem Alter. So lernen in der Schuleingangsphase „normal schulpflichtigen Kinder“ zusammen mit

a) den sogenannten „Kann-Kinder“, die erst im Laufe des Schuljahres 6 Jahre alt werden,

b) Kindern, die im herkömmlichen Sinne das 1. oder 2. Schuljahr „wiederholen“,

c) Kindern, die trotz bereits bestandener Schulpflicht begründet erst ein Jahr später eingeschult wurden,

d) Kindern mit einer Behinderung (Inklusionsgedanke).

Dieser Unterschiedlichkeit versuchen wir gerecht zu werden, indem wir sie nach dem Grad ihrer „Schulfähigkeit“ fördern und auch fordern. Neben der üblichen „Binnendifferenzierung“ (individuelle Förderung einzelner Lernender innerhalb der bestehenden Lerngruppe) bieten wir an:

· flexible Lernzeiten in differenzierten Gruppen: in regelmäßigen Abständen arbeiten die Kinder z.B. mit einem „Arbeitsplan“. Hier gibt es sowohl Pflichtaufgaben für alle Kinder, als auch spezielle Forder- und Förderaufgaben für einzelne Kinder oder Gruppen

· äußere Differenzierungsmaßnahmen: in Förder- oder Fördergruppen erhalten leistungsstarke Kinder Anreize durch fordernde Aufgaben (Forderangebot), leistungsschwächere wiederholen und vertiefen Lerninhalte (Förderangebot)

· Teamteaching: zwei Lehrkräfte arbeiten einmal pro Woche gemeinsam in einer Klasse; jeder Jahrgang (z.B. die Klassen 1a, 1b, 1c) wird zweimal pro Woche in einer Stunde von einer weiteren Kollegin unterstützt (d.h. auf drei Klassen kommen vier Lehrkräfte)

Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf die Schulung und Entwicklung sozialer Verhaltensweisen wie Kooperationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Stärkung des Selbstvertrauens, Konfliktfähigkeit. Der Aufbau sozialer Kontakte und Freundschaften sowie die Förderung der „Klassengemeinschaft“ bilden die Schwerpunkte zu Beginn des Schuljahres. Ziel ist es, die Schule als Lebensraum wahrzunehmen.

Ebenso nimmt die Ausbildung der Selbstkompetenz einen wichtigen Stellenwert in der Entwicklung der Kinder ein. Die Kinder sollen insbesondere lernen, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln, die eigene Meinung zu vertreten und die Meinung anderer zu achten.