Zielsetzung der Schuleingangsphase ist es, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Grundschule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer SchulfĂ€higkeit entsprechend zu fördern [
]. In der Schuleingangsphase, die die Klassen 1 und 2 umfasst, lernen demnach SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit gĂŒnstigen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und auch besonderen Begabungen gemeinsam mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, deren SchulfĂ€higkeit noch nicht ausreichend ausgeprĂ€gt ist. Langsam lernende SchĂŒler*innen und solche, die schneller lernen oder besondere Begabungen aufweisen, werden individuell und gezielt gefördert.

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Um diesem Anspruch gerecht zu werden, skizzieren wir im Folgenden kurz und knapp die wesentlichen Aspekte der Gestaltung der Schuleingangsphase an der KGS Unter den Eichen.

Unser Leitgedanke ist die bestmögliche individuelle Förderung eines jeden Kindes.

Die gezielte Förderung bereits zu Schulbeginn ist dabei besonders wichtig, getreu dem Motto: Was kann das Kind, was muss es als NĂ€chstes lernen? In diesem Zusammenhang beobachten wir die Kinder intensiv in verschiedenen Phasen des Unterrichts und schreiben ihnen auf dieser Grundlage entsprechende FörderplĂ€ne. Ein besonderes Augenmerk legen wir auch die Individualisierung der Lernziele und Lernwege der Kinder, oder: Jedes Kind lernt anders, jedes Kind hat andere Lernziele – natĂŒrlich unter BerĂŒcksichtigung der durch das Land vorgeschriebenen LehrplĂ€ne Grundschule.

Die individuellen Verweilzeiten in der Schuleingangsphase (1-3 Jahre, i.d.R. zwei Jahre) machen es sehr leistungsstarken Kindern möglich, ein Schuljahr zu ĂŒberspringen (z.B. Mitte erstes Schuljahr in Mitte zweites Schuljahr). Kinder, die grundlegende Lerninhalte noch vertiefen mĂŒssen, haben die Möglichkeit, die Schuleingangsphase ein drittes Jahr zu durchlaufen. Dabei wird das dritte Schulbesuchsjahres nicht auf die Schulpflicht angerechnet.

Die Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in die Schule. Viele Kinder kennen schon einzelne Buchstaben und Zahlen, einige wenige können sogar schon erste Wörter schreiben oder auch lesen, manch einer kann hingegen nur auf wenige Vorerfahrungen zurĂŒckgreifen.

Neben ihrer Lernbiografie unterscheiden sich die Kinder in ihrem Alter. So lernen in der Schuleingangsphase „normal schulpflichtigen Kinder“ zusammen mit

  • den sogenannten „Kann-Kinder“, die erst im Laufe des Schuljahres 6 Jahre alt werden,
  • Kindern, die im herkömmlichen Sinne das 1. oder 2. Schuljahr „wiederholen“,
  • Kindern, die trotz bereits bestandener Schulpflicht begrĂŒndet erst ein Jahr spĂ€ter eingeschult wurden,
  • Kindern mit einem Förderschwerpunkt (Inklusionsgedanke).

Dieser Unterschiedlichkeit versuchen wir gerecht zu werden, indem wir sie nach dem Grad ihrer „SchulfĂ€higkeit“ fördern und auch fordern. Neben der ĂŒblichen „Binnendifferenzierung“ (individuelle Förderung einzelner Lernender innerhalb der bestehenden Lerngruppe) bieten wir an:

  • flexible Lernzeiten in differenzierten Gruppen: in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden arbeiten die Kinder z.B. mit einem „Arbeitsplan“. Hier gibt es sowohl Pflichtaufgaben fĂŒr alle Kinder, als auch spezielle Forder- und Förderaufgaben fĂŒr einzelne Kinder oder Gruppen
  • Ă€ußere Differenzierungsmaßnahmen: in Förder- oder Fördergruppen erhalten leistungsstarke Kinder Anreize durch fordernde Aufgaben (Forderangebot), leistungsschwĂ€chere wiederholen und vertiefen Lerninhalte (Förderangebot)
  • Team-Teaching: zwei LehrkrĂ€fte bzw. eine Lehrkraft und die sozialpĂ€dagogische Fachkraft arbeiten gemeinsam in einer Klasse

DarĂŒber hinaus legen wir besonderen Wert auf die Schulung und Entwicklung sozialer Verhaltensweisen wie KooperationsfĂ€higkeit, Verantwortungsbewusstsein, StĂ€rkung des Selbstvertrauens, KonfliktfĂ€higkeit. Der Aufbau sozialer Kontakte und Freundschaften sowie die Förderung der „Klassengemeinschaft“ bilden die Schwerpunkte zu Beginn des Schuljahres. Ziel ist es, die Schule als Lebensraum wahrzunehmen.

Ebenso nimmt die Ausbildung der Selbstkompetenz einen wichtigen Stellenwert in der Entwicklung der Kinder ein. Die Kinder sollen insbesondere lernen, selbststÀndig und eigenverantwortlich zu handeln, die eigene Meinung zu vertreten und die Meinung anderer zu achten.